Sven Bergmanns grundsätzliche Auffassung von Komposition und Jazzklavierspiel ist lyrischer Art. Sein Ziel ist, musikalisch schlüssige Kurzgeschichten zu erzählen. So entwickeln sich seine Kompositionen meist aus einer gesanglichen Melodielinie heraus, die als Ergebnis neuartige Formen erzeugen.
Seine Improvisationen basieren auf prägnanten Motiven melodischer und rhythmischer Art. Diese entwickeln sich im Laufe seiner Soli unter dem Einfluss von verbindenden Linien und abwechslungsreichen Spieltechniken wie eigenständige Wesen. Sven Bergmann integriert in dieses Konzept alle Möglichkeiten, die die Geschichte der Jazzharmonik bietet. Hierzu gehören vor allem die Bereiche des amerikanisch modalen, des europäisch modalen und des auf Pedaltönen basierenden chromatischen Jazz.
Sein Klavierspiel in seinem „Sven Bergmann Trio" und im „Sven Bergmann Quartett" kann dem modernen und rhythmisch offenen Jazz zugeordnet werden. Im „Duo Keystrings" und als Solopianist verfolgt Sven Bergmann einen klassischen Ansatz. Sein Hauptaugenmerk liegt hier auf der Erzeugung von sich elegant abwechselnden Instrumentationstechniken unter gleichzeitiger Beibehaltung des Spielflusses.